Lesbierin Lenni ist mit ihrer Freundin Stella durchgebrannt. An einer Tankstelle verdienen sich die beiden - die eine an der Zapfsäule, die andere an der Kaffeebar - ihren Lebensunterhalt. Doch da taucht plötzlich Lennis Mutter auf. Sie will ihre Tochter zurück auf den Pfad der Tugend bringen. Dummerweise verunglückt sie kurz darauf tödlich. Nun stehen die beiden Frauen vor einem Problem: Wohin mit der Leiche? Schließlich landet Mutter im Kofferraum, und Stella und...
Bi? Hetero? Homo? Für die jungen Dubliner Kate, Tom, Angie, Red und Clara sind das Schubladen, in die sie sich nicht pressen lassen. Während Literaturdozent Tom nämlich reihenweise seine Studentinnen anmacht und sich gerade von Isolde verwöhnen lässt, flüchtet sich seine Verflossene Clara in die Arme der Journalistin Angie. Deren bester Freund Ray verliert in derselben Nacht sein Herz an den Barmann David - unglücklich natürlich. Und genau deswegen trinkt...
Kathy Bates spielt die Rolle der unglücklichen Ehefrau, die versucht, die Aufmerksamkeit ihres Mannes zu erlangen. Grüne Tomaten aus dem Jahr 1991 ist eine vergnügliche und bewegende Adaption von Fannie Flaggs Roman Grüne Tomaten. Bates freundet sich mit einer einsamen älteren Dame (Jessica Tandy) an. Diese erzählt ihr die Geschichte einer lebenslangen Freundschaft zwischen zwei Frauen (Mary Stuart Masterson und Mary-Louise Parker, die in den Rückblenden auftauchen), die seinerzeit trotz manch persönlicher Schwierigkeiten ein Café in der Stadt betrieben haben. Die Geschichte inspiriert Bates dazu, ihr Leben mehr in die Hand zu nehmen und an dieser Stelle bekommt Regisseur Jon Avnet (Aus nächster Nähe) so richtig Spaß an seinem ersten Film. Bates entwickelt die richtige Einstellung gegenüber ihrem Ehemann zu Hause und zwei hochnäsigen Mädels auf einem Parkplatz. Grundsätzlich ist jedoch Würde der Schlüssel der Annäherung Avnets an die entscheidenden Beziehungen der Geschichte. Tandy ist wunderbar und mag ganz eindeutig das Geheimnisvolle, das ihrem Charakter anhängt. Masterson und Parker sind exzellent in den Rückblenden auf die Vergangenheit. --Tom Keogh
Das aufwühlende Drama Heavenly Creatures vom neuseeländischen Regisseur Peter Jackson (Der Herr der Ringe) ist ein höchst originelles Kinoerlebnis, das auf einem tatsächlichen Fall basiert. Die Geschichte dreht sich um zwei Mädchen -- Außenseiter, die zu besten Freundinnen werden -- und deren bizarres Fantasieleben, das sich zunehmend intensiviert, wie auch ihre Bindung zueinander immer zwanghafter wird. Als die Mutter der einen einschreitet und versucht die Mädchen zu trennen, bringen diese sie um und landen schließlich wegen Mordes vor Gericht. Der in der Öffentlichkeit intensiv verfolgte Fall ist bis heute umstritten. Kate Winslet (Titanic) und Melanie Lynskey haben mit ihren fesselnden Darbietungen zwei sympathische und doch beklemmend unheimliche Charaktere geschaffen. Heavenly Creatures wartet mit einigen aufregenden und einzigartigen Momenten optischer Brillanz und einer unheimlichen Liebesgeschichte auf und ist zugleich beunruhigend und wunderschön anzusehen. --Robert Lane
Video Jakob Kurzinhalt Die ehrgeizige Sid ist Redakteurin eines prominenten Foto-Magazins. Durch Zufall lernt sie ihre Nachbarin von oben kennen und betritt eine neue Welt: Lucy, eine ehemals erfolgreiche, drogensüchtige Fotografin, ist das Herz einer Szene-WG. Sie lebt mit ihrer Geliebten Greta und Arnie zusammen. Sid fühlt sich von Lucy angezogen, taucht in ihre Welt ein und versucht Lucy zu überzeugen, für ihr magazin zu fotografieren. Ein vielfach ausgezeichnetes Drama um eine Frau, die sich...
DVD & Video Report In dem Kleinstädtchen Azalea Springs soll ein Hospiz für HIV-Infizierte aufgebaut werden. Das ganze Dorf ist erschüttert, AIDS-Kranke könnten das Wasser verseuchen. Allein Alex, ihr schwuler Freund Spencer und Grace kämpfen für die Einrichtung. Spielfilm-Debüt von Kelli Herds, das die amerikanische Doppelmoral treffen soll.
Die Filmgeschichte ist untrennbar mit dem Engagement homosexueller Autoren, Darsteller, Regisseure und Produzenten verbunden. Als Thema war Homosexualität jedoch in den Kinofilmen jahrzehntelang tabu. Ein Leinwandkuss zwischen zwei Männern erschien Hollywood bedrohlicher als Bombenleger, Psychopathen und Serienkiller zusammen. Inzwischen schadet es den Schauspielern der Traumfabrik keineswegs, Rollen von Homosexuellen zu übernehmen -- solange sie nicht selbst schwul oder lesbisch sind oder ihr "kleines Geheimnis" zumindest nicht publik machen. Basierend auf dem Buch The Celluloid Closet des Filmhistorikers Vito Russo zeigt die Dokumentation Dutzende von Filmszenen, die entweder der Zensur von Hollywood zum Opfer fielen oder trickreich in die Produktionen geschmuggelt werden konnten. Die mehrfachen Oscar-Preisträger Epstein (The Times of Harvey Milk) und Friedman entschlüsseln auf sehr unterhaltsame, überraschende und amüsante Weise die Codes, unter denen sich homoerotische Bilder von höchster Intensität verbergen. Das ist echte Aufklärung, mal himmelschreiend komisch, mal tief bewegend. Danach erscheint die gesamte Filmgeschichte in neuem Licht: Ben Hur und Laurel & Hardy sind eigentlich Brüder im Geiste, und endlich versteht man die Ballerei von Montgomery Clift und John Ireland im Westernklassiker Red River als Persiflage auf schwules Potenzgehabe
Video Jakob Kurzinhalt Drei Jahrzehnte. Drei Beziehungen. Drei einfühlsam inszenierte Liebesgeschichten. Vor dem Hintergrund ihrer Zeit kämpfen unterschiedliche Paare, durch eine unkonventionelle Liebe miteinander verbunden, gegen Vorurteile und für Akzeptanz, versuchen ihre Identität als lesbische Frauen in einer Gesellschaft zu behaupten, die ihnen in den meisten Fällen mit gemischten Gefühlen gegenübersteht. 1961: Edith verliert ihre langjährige Gefährtin Abby und darf...